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![[Update Juli 2008]](typo3temp/GB/0dbbc4e12a.gif)
Seit März 2008 waren wir mit unserem Espace nun gute 10.000 km auf Autogas unterwegs. Seither gibt es bislang nur wenig an der Umrüstung bzw. am Fahren mit LPG auszusetzen.
Der Espace JK hat ein paar "werksseitig eingebaute" Mängel, unter anderem ein Kupplungszylinder, der offenbar eine Art Sollbruchstelle darstellt. Also gab's eine Garantiereparatur beim Renault-Händler, bei dem wir das Auto gekauft haben. Der offenbar übergewichtige Mechaniker hat beim Austausch des Kupplungszylinders wohl so ungeschickt im Motorraum gehangen, dass er dabei den Sicherungshalter der Vialle-Gasanlage (der ist gut zu lesen so beschriftet!) mit der Plauze abgebrochen hat. Statt ehrlich dem Meister des Autohauses das "Unglück" zu beichten und den Halter wieder korrekt instandzusetzen hat er den abgebrochenen Halter mit einem Kabelbinder "festgetüddelt", was in der Folge während der Fahrt zu Klappergeräuschen aus dem Motorraum führte. Das habe ich dann reklamiert und laut Renault-KFZ-Meister wurde der Halter wieder "fachgerecht" repariert. Nach drei Wochen bemerke ich dann während einer Autobahnetappe, dass ich auf Benzin unterwegs bin! Am Ziel angekommen gucke ich erstmal in den Motorraum - nichts zu sehen vom Sicherungshalter! Der klapperte munter auf dem Motor herum, weil sich die Reparatur mittels Heisskleber und Isolierband (!) doch nicht als wirklich fachgerecht erwiesen hat. Vermutlich löste das irgendeinen Wackelkontakt aus, so dass die Vialle-Anlage nicht mehr auf Gasbetrieb umgeschaltet hat. Der Halter wird in Kürze vom Gasumrüster ersetzt, die Kosten werde ich dem Renault-Händler in Rechnung stellen.
Natürlich ist das kein Problem mit der Gasanlage, sondern ein Fehler, der durch einen unfähigen Mechaniker verursacht wurde. Als ich erstmals reklamiert habe, hat sich just dieser Schrauber (angeblich sogar "zertifizierter Techniker" von Renault) gerade unter einem Clio beim Lösen eines Kühlerschlauchs kräftig abgeduscht - herzlichen Glückwunsch.
Zwei Punkte gibt's aber dennoch, die sich seit der Umrüstung auf LPG gezeigt haben:
- der Espace springt deutlich schlechter an; nach Drücken des Start-Knopfs dauert es drei bis vier Sekunden, bis der Motor läuft. Könnte ggf. mit dem TunAp-Zusatz zusammenhängen, der sich u. a. auf den Zündkerzen niederschlägt - man liest desöfteren von der kontraproduktiven Wirkung von TunAp... da man ohne umfangreiche(re) Demontagearbeiten nicht an die Zündkerzen herankommt, habe ich bislang auf die Kontrolle der Kerzen verzichtet - das wird in Kürze durch die Renault-Werkstatt vorgenommen.
- im Leerlauf wird nicht auf Gas umgeschaltet. Erst sobald eine bestimmte Drehzahl erreicht ist (=während der Fahrt), schaltet die Vialle-Anlage auf LPG um. Nach Rücksprache mit einem Techniker des Umrüsters wird dies durch Programmierung einer geänderten Umschaltdrehzahl geändert.
Die Xenon-Scheinwerfer wurden im übrigen nach der Umrüstung tatsächlich nicht eingestellt, dies wurde schlicht und ergreifend vergessen. Gut, dass es das Forum der
Espace-Freunde gibt - dort wurde mir schnell und kompetent geholfen und ich erhielt eine Anleitung, an welchen Schräubchen zu drehen ist, um das Licht herunterzudrehen und nicht als Blender unterwegs zu sein.Meine "Pi mal Auge"-Einstellung war offenbar so gut, dass die Werkstatt, die am nächsten Werktag kontrolliert hat, daran nichts auszusetzen hatte :-)
![[Update September 2008]](typo3temp/GB/08da1bb5de.gif)
Zwischenzeitlich haben wir weitere 6.000 km abgespult. Anspringen tut der Espace nun wieder einwandfrei. Ursache dieses Problems war, dass einer der vier Gasinjektoren, die von AISB eingebaut wurden, undicht war und Falschluft gezogen hat. Nach Austausch des defekten Injektors traten keine Probleme mit dem Anspringen auf.
Die Aussage, dass man das Steuergerät der Vialle-Anlage auf eine andere Umschaltdrehzahl programmieren könne, hat sich der Techniker, den ich am Telefon hatte, offenbar aus den Fingern gesogen. Kein anderer der AISB-Techniker wusste von einer solchen Möglichkeit. Somit bleibt's dabei, dass die Anlage im Leerlauf nicht umschaltet, man muss also erst ein paar Meter fahren, damit die Drehzahl für die Umschaltung hoch genug ist.
Mittlerweile war ich mehrfach zur Reparatur bei AISB in Baarlo. Seit einigen tausend Kilometern schaltet die Anlage ohne weitere Signalisierung (kein Piepsen, Blinken, Ruckeln oder sonstwas) klammheimlich während der Fahrt auf Benzinbetrieb um. Die mittlere blaue Kontrolllampe (="LPG-Betrieb") erlischt und dafür blinkt die orangefarbene Zapfsäulen-LED - ein Zeichen dafür, dass das Auto mit Benzin unterwegs ist. Das passiert überall, also im Stadtverkehr, auf gleichmässigen Autobahnetappen mit eingeschaltetem Tempomat und auch wenn man es mal auf der BAB sehr eilig hat... Ein manuelles Zurückschalten auf LPG ist unmöglich, es bleibt beim Benzinbetrieb, auf LPG wird nicht mehr zurückgeschaltet. Einzig anhalten, Motor abstellen, ein paar Sekunden warten und dann wieder starten ermöglicht eine Weiterfahrt mit Autogas.
Zunächst vermutete man einen Wackelkontakt und hat alle Kabel überprüft - kein Fehler feststellbar. Die Fehlercodes aus dem Vialle-Steuergerät wurden gelöscht. Problem bestand aber weiterhin. Beim nächsten Werkstattbesuch in Holland wurde dann der Gas/Benzin-Umschalter ausgetauscht, da dieser laut dem AISB-Techniker ein thermisches Problem habe und bei direkter Sonnenbestrahlung einfach umschaltet. Auch dies war nicht des Rätsels Lösung und daher wurde beim nächsten Reparaturversuch das komplette Steuergerät der LPG-Anlage ausgetauscht. Aber schon auf der Heimfahrt (insgesamt rund 60 km einfache Strecke!)wurde wieder auf Benzinbetrieb umgeschaltet!
Eine Antwort, wie man seitens AISB jetzt weiter verfahren möchte, steht bis heute noch aus.
Aktuell (also Anfang September 2008) kann ich meine Empfehlung der Firma AISB leider nicht aufrecht erhalten, da ich mittlerweile für deren Reparaturversuche fast 500 kmgefahren bin und mehr als 20 Stunden (Fahrt- und Wartezeit) auf Achse war.
Mal sehen, wie es weitergeht! Jedenfalls kann es so nicht bleiben!
![[Update September 2008, Teil 2]](typo3temp/GB/71dd818129.gif)
Hurra! Wir haben unseren Espace zurück!
Gestern habe ich den JK wieder in Baarlo bei der Fa. AISB in Empfang nehmen können. Eine Woche war das Auto jetzt dort, es wurden abermals sämtliche Kabel überprüft (nichts gefunden), alle vier Gasinjektoren getauscht (ohne Erfolg) und hier geprüft und dort gemessen... der Fehler trat plötzlich nicht mehr auf, der Techniker wollte schon fast am vergangenen Freitag bei mir anrufen, um mir mitzuteilen, dass der Fehler weg sei. Das hat er glücklicherweise nicht getan, denn am Nachmittag schaltete bei einer der intensiven und ausgiebigen Testfahrten, die AISB mit unserem Espace unternommen hat (fast 700 km!), die Gasanlage wieder auf Benzinbetrieb um. Der Techniker teile mir am Freitagnachmittag dann mit, dass man den Fehler offenbar doch noch nicht gefunden und behoben habe und diese Arbeiten am Montag fortsetzen werde. Wenn alle Stricke reissen, würde man das Auto zum Hersteller der Gasanlage, der Fa. Vialle in Eindhoven (ca. 40 km entfernt von Baarlo), bringen und die dortigen Techniker nach dem Fehler suchen lassen.
So blieb uns nichts anderes als das Wochenende mit einem "tollen" Auto zu fahren - vor allem, wenn man ansonsten den Raum und den Komfort eines Espace gewöhnt ist. Ist schon sehr abenteuerlich für einen ausgewachsenen Mitteleuropäer, wenn er sich für eine Woche mit einem VW Fox fortbewegen "darf" :-) OK, man wird zwar schnell von Kollegen und Nachbarn verspottet (allein wegen des gelben Nummernschilds und aller sonstigen Klischees), aber immerhin läuft die Gasanlage des Fox einwandfrei...
Am Montag hörte ich leider nichts von AISB (obwohl es so vereinbart war) und so habe ich am Dienstag telefonisch nachgefragt, wie der Stand der Dinge ist. Der Rückruf erfolgte dann am späten Nachmittag - der Fehler wurde gefunden und behoben, das Auto könne am Mittwoch abgeholt werden.
Bei der Abholung fragte ich den Techniker, wo jetzt der Fehler gelegen habe. Er sagte, dass man von Vialle nagelneue Steuergeräte mit verbesserter Hardware bekommen habe, von denen man eins in mein Auto eingebaut habe. Das Problem des unvermittelten Umschaltens auf Benzinbetrieb sei bei AISB lediglich noch bei einem Audi aufgetreten, wo man es aber über eine Softwareanpassung in den Griff bekommen habe. Die Software sei aber jetzt in Ordnung, so dass man jetzt alle Hoffnung auf die Hardwareänderung setzt.
Im Laufe des Tages sind wir dann ca. 80 km gefahren, ohne dass auf Benzin umgeschaltet wurde. Wir sind guter Hoffnung, dass das Problem jetzt endlich gelöst wurde!
Falls sich noch etwas Aussergewöhnliches tut, werde ich natürlich hier ein paar Zeilen dazu schreiben...